Regelung von Konflikten an der Grundstücksgrenze

Wer kennt das nicht? Die Äpfel, die über den Zaun fallen, weil der liebe Nachbar die Äste seiner Bäume nicht genügend zurückgeschnitten hat. Später segelt dann tonnenweise Laub in den eigenen Garten. Und nach der“ Winterpause“ sorgen tausende winzig kleiner Blütenblätter erneut für Ärger.

Mit Nachbarn kann man sich praktisch Jahr und Tag herum streiten. Schon Friedrich Schiller prägte in seinem Drama“ Wilhelm Tell“ den Satz: “Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“

Jeder ist Nachbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob er Eigentümer oder Mieter ist. Streitigkeiten können von der Baugenehmigung bis hin zum Auszug reichen. Früher oder später kann jeder einmal Ärger bekommen, weil beispielsweise nebenan ständig lautstarke Feten gefeiert oder geruchsintensive Grillpartys veranstaltet werden oder die Besucher der Nachbarn ständig ihr Auto auf Ihrem Parkplatz abstellen oder deren Kinder in der Waschküche Schiffsuntergang spielen.

Der unliebsame Nachbar wohnt nebenan, man kann sich nicht ohne weiteres aus dem Weg gehen. Ihr Haus können sie nicht einfach versetzen. Der Streit mit Nachbarn kann daher sehr unangenehm sein. Reden Sie miteinander und seien Sie kompromissbereit. Bei einer Auseinandersetzung vor Gericht sind die Chancen oft kaum vorhersehbar. Vieles ist auslegbar und der Ausgang des Konflikts vielfach offen.

Es ist Aufgabe des Nachbarrechts, dafür zu sorgen, dass Sie in dieser Situation zu Ihrem Recht kommen. Leider beschränkt sich das Nachbarrecht jedoch nicht auf wenige, einfache Regeln, die jeder kennen und beachten könnte. Es besteht aus einer schwer überschaubaren Anzahl von Bundes-und Landesgesetzen sowie einer Vielzahl von Gerichtsentscheidungen.

Wir wollen Ihnen helfen, Lösungen in solchen Konfliktsituationen zu finden und - wenn alles andere nicht fruchtet - die Chancen eines Rechtsstreits realistisch einzuschätzen und sie dann vor Gericht erfolgreich vertreten.

Zum Thema Mähroboter-Lärm ein Bericht der HNA 05/2014